Dies ist eine Artikelserie, die Hitzewellen aus allen Blickwinkeln beleuchtet und ihre Ursachen, Folgen und wissenschaftlichen Hintergründe untersucht. Die Serie besteht aus acht Teilen:
- Einführung
- Hitzewellen-Muster
- Auswirkungen auf die Gesundheit
- Auswirkungen auf städtische Gebiete
- Extreme Hitze im Jahr 2024
- Sind Hitzewellen mit dem Klimawandel verbunden?
- Anpassung an häufigere extreme Hitzeperioden
- Temperatur, gefühlte Temperatur und Hitzeindizes
Laut dem Sechsten Sachstandsbericht des Weltklimarats (IPCC) hat der vom Menschen verursachte Klimawandel seit den 1950er Jahren zu einer Zunahme der Häufigkeit, Intensität und Dauer von Hitzewellen geführt. Mit weiterer Erwärmung wird dieser Trend voraussichtlich zunehmen: Jede Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur um 0,5 °C führt zu einem signifikanten Anstieg der Wahrscheinlichkeit und Schwere extremer Hitzeereignisse – einschließlich Hitzewellen.
Schätzungen zufolge verursachte der vom Menschen verursachte Klimawandel zwischen Mai 2023 und Mai 2024 im weltweiten Durchschnitt 26 zusätzliche Tage extremer Hitze in allen überwachten Regionen – verglichen mit einem Szenario ohne globale Erwärmung.
Im darauffolgenden Jahr verdoppelte der Klimawandel mindestens die Anzahl extremer Hitzetage in 195 Ländern und Territorien im Vergleich zu einer Welt ohne dessen Einfluss.
Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) warnt, dass sich die globale Erwärmung derzeit mit außergewöhnlicher Geschwindigkeit vollzieht. Jedes Jahr von 2015 bis 2024 gehörte zu den zehn wärmsten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen. Es wird erwartet, dass die globalen Temperaturen zwischen 2025 und 2029 weiterhin Rekordwerte erreichen.
Prognosen zufolge werden die globalen Durchschnittstemperaturen in diesem Zeitraum um 1,2 °C bis 1,9 °C über dem vorindustriellen Niveau (1850–1900) liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens ein Jahr dieser Periode den aktuellen Rekord aus dem Jahr 2024 übertrifft, liegt bei 80 %.
Laut IPCC wird dieser Temperaturanstieg vor allem in den Polarregionen und den mittleren Breitengraden besonders ausgeprägt sein.
Unklar ist, wie sich der Anstieg der globalen Temperaturen regional auf das Auftreten von Hitzewellen auswirkt. Obwohl sich mit der Erwärmung extreme Hitzeereignisse häufen, sind ihre genauen Ursachen noch nicht vollständig verstanden. In manchen Regionen treten Hitzewellen auf, die die Prognosen aktueller Klimamodelle übersteigen – das wirft Fragen zur Zuverlässigkeit regionaler Risikobewertungen auf.
Jährliche durchschnittliche Fläche (Land, Ozean oder beides) zwischen 0° und 70°N auf der Nordhalbkugel, die im Zeitraum von Mai bis September in den Jahren 1950–2023 extreme Hitzeereignisse erlebte. Eine Gitterzelle wird als betroffen von einem extremen Hitzeereignis eingestuft, wenn ihre tägliche Höchsttemperatur den geglätteten Schwellenwert des 90. Perzentils für den entsprechenden Kalendertag überschreitet, basierend auf dem Referenzzeitraum 1981–2010. Die Fläche wird in Millionen Quadratkilometern angegeben und basiert auf ERA5-Reanalysedaten. Grafik von Oliver Indra.
Diese Situation verdeutlicht, wie dringend weitere Forschung zum Klimawandel und zur Dynamik von Hitzewellen erforderlich ist. Sie unterstreicht auch die Bedeutung kontinuierlicher Überwachung, Bewertung und Entwicklung von Lösungen, die helfen können, die Risiken extremer Hitze zu mindern.
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Dieser Artikel basiert teilweise auf einer Originalarbeit von Jaroslava Sochorova (Windy.com), die von meteoblue bearbeitet und angepasst wurde.