Stadtklimamodellierung im Fokus: Webinar am 28. April

Veröffentlicht am von Oleksandra (meteoblue)

Die Modellierung des Stadtklimas ist komplexer, als es auf den ersten Blick scheint – und genau darum geht es in diesem Webinar.


Städtische Hitze lässt sich messen. Ob sie jedoch beherrschbar ist, hängt maßgeblich von der Qualität der Daten und Modelle ab, die zu ihrer Beschreibung herangezogen werden. Am 28. April 2026 veranstalten meteoblue und die Universität Bern ein kostenloses, 60-minütiges Webinar, das die Stadtklimamodellierung kritisch beleuchtet. Im Fokus steht, was unterschiedliche Ansätze leisten, wo ihre Grenzen liegen und warum Messnetzwerke die entscheidende Verbindung zwischen Modellresultaten und realen Entscheidungsprozessen darstellen.

Vier Modelle, eine Stadt, viele Fragen

Im Zentrum der Veranstaltung steht eine Studie aus Bern, bei der vier hochauflösende Stadtklimamodellierungsansätze – von physikalisch basierten Methoden bis hin zu datengetriebenen Verfahren – auf dieselbe Umgebung angewendet und miteinander verglichen wurden. Die Ergebnisse, die Dr. Moritz Burger von der Universität Bern präsentieren wird, sind bemerkenswert: Die Wahl des Modells, die räumliche Auflösung und die zugrunde liegenden Annahmen führen zu deutlich unterschiedlichen Darstellungen desselben Stadtklimas.

Das ist kein Mangel, sondern eine Realität, die Stadtplaner, Fachleute für Klimaanpassung und alle, die mit solchen Modellen arbeiten, verstehen müssen.

Validierung als fehlendes Bindeglied

Ein zentrales Argument des Webinars ist, dass dichte und qualitativ hochwertige Messnetzwerke keine Ergänzung zur Modellierung sind – sie sind vielmehr die Voraussetzung dafür, Modellresultate überhaupt sinnvoll interpretieren zu können. Ohne belastbare Referenzdaten aus der Praxis können selbst hochentwickelte Modelle in die Irre führen. Nico Bader von meteoblue zeigt, wie operatives Stadtklimamonitoring genau diese Lücke schließt und Modellresultate in verlässliche, praxisnahe Erkenntnisse für den urbanen Raum übersetzt.

Ziel der Veranstaltung ist es nicht, ein „bestes“ Modell zu küren, sondern den Teilnehmenden ein klares Verständnis für bestehende Unsicherheiten zu vermitteln – und Wege aufzuzeigen, wie man konstruktiv mit ihnen umgeht.

Agenda (60 Minuten)

  • Begrüßung & Einführung – Dr. Sebastian Schlögl, meteoblue
  • Herausforderungen der Stadtklimamodellierung – Dr. Sebastian Schlögl, meteoblue
  • Vergleich hochauflösender Stadtklimamodelle – Dr. Moritz Burger, Universität Bern
  • Von Modellen zu Erkenntnissen: Operatives Stadtklimamonitoring – Nico Bader, meteoblue
  • Q&A-Session
  • Schlusswort – Dr. Sebastian Schlögl, meteoblue

Zielgruppe

Das Webinar richtet sich an Stadtplaner, Fachleute aus den Bereichen Klima und Nachhaltigkeit, Forschende sowie alle, die an der Schnittstelle von Datenanalyse und städtischer Klimaanpassung arbeiten. Die Teilnahme ist kostenlos, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – lediglich die Bereitschaft, die Stadtklimamodellierung aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Klicken Sie hier, um sich für das Webinar zu registrieren.

Sprache: Englisch

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