meteoblue senkt Emissionen und unterstützt erstes Negativemissionsprojekt

Veröffentlicht am von Oleksandra (meteoblue)

Weniger Tonnen, größere Wirkung: Das Klima-Update 2025 markiert einen bedeutenden Fortschritt – und eine Premiere.

Für ein Unternehmen, dessen Kernaufgabe darin besteht, die Atmosphäre zu verstehen, ist es nur konsequent, Verantwortung für das zu übernehmen, was wir in sie einbringen. Es ist weniger eine unternehmerische Pflicht als vielmehr eine Frage der inneren Logik.

Das diesjährige Update der meteoblue Klimaschutzstrategie bringt in beiderlei Hinsicht positive Nachrichten: sinkende Emissionen und eine neue Form des Klimaschutzes – eine, die CO₂ nicht nur kompensiert, sondern aktiv aus der Atmosphäre entfernt.

Emissionen sinken im Jahr 2025

Die geschätzten Gesamtemissionen für 2025 belaufen sich auf 120 Tonnen CO₂ – ein deutlicher Rückgang gegenüber 150 Tonnen im Jahr 2024. Hauptursache ist der signifikante Rückgang bei den IT-Hardwareanschaffungen, der einen moderaten Anstieg der Geschäftsreisen mehr als ausgleicht. Als Software- und Datenunternehmen ohne eigene Produktion, ohne Firmenparkplätze und mit Büros, die vollständig mit erneuerbarer Energie betrieben werden, bleibt der CO₂-Fußabdruck insgesamt vergleichsweise gering.

Um dem Prinzip der Überkompensation treu zu bleiben, wurden insgesamt 150 Tonnen CO₂ ausgeglichen – also 25 % mehr als die geschätzten Emissionen. Diese Praxis verfolgt das Unternehmen bereits seit seiner Gründung im Jahr 2006.

Eine neue Form des Klimaschutzes: Pflanzenkohle in Ghana

Die wichtigste Neuerung in diesem Jahr ist eine Premiere für meteoblue: die Beteiligung an einem Negativemissionsprojekt.

In Zusammenarbeit mit atmosfair unterstützt das Unternehmen eine Pflanzenkohle-Initiative im ländlichen Norden Ghanas. Kleinbäuerliche Betriebe wandeln landwirtschaftliche Reststoffe in Pflanzenkohle um – ein stabiles, kohlenstoffreiches Material, das CO₂ dauerhaft im Boden speichert, statt es in die Atmosphäre freizusetzen. Im Unterschied zu klassischen Kompensationsprojekten, die Emissionen lediglich vermeiden, entzieht Pflanzenkohle der Atmosphäre aktiv bereits vorhandenes CO₂.

Darüber hinaus bringt das Projekt weitere Vorteile: Pflanzenkohle verbessert die Wasserspeicherung und Nährstoffverfügbarkeit im Boden, reduziert den Bedarf an chemischen Düngemitteln und stärkt die Widerstandsfähigkeit der Ernten in einer Region, die zunehmend unter unregelmäßigen Niederschlägen leidet. Es handelt sich um eine kreislauforientierte Lösung, die gut zu den Klimaanpassungsmaßnahmen passt, die meteoblue mit seinen Wetter- und Umweltdaten unterstützt.

Das Unternehmen plant, sein Engagement in solchen Negativemissionsprojekten in den kommenden Jahren weiter auszubauen.

Das laufende Projekt in Ruanda

Der größte Anteil der diesjährigen Kompensation – 135 Tonnen – entfällt weiterhin auf das Projekt „Rwanda Efficient Cookstoves“, ebenfalls in Zusammenarbeit mit atmosfair. Dabei werden effiziente „Save80“-Holzöfen an ländliche Haushalte verteilt, die sonst über offenem Feuer mit Brennholz kochen würden. Diese Öfen reduzieren den Brennstoffverbrauch – wie der Name andeutet – um bis zu 80 %. In einem der am dichtesten besiedelten Länder der Welt, in dem der Druck auf Waldressourcen besonders hoch ist, sind die positiven Effekte für Umwelt und Gesundheit erheblich.

Ausblick: Die Herausforderung Cloud-Energie

Der Blick auf 2026 bringt neue Herausforderungen. Die wachsende Nutzung von Cloud-Infrastruktur führt zu einem weniger transparenten Energiemix – im Gegensatz zum klar nachvollziehbaren Einsatz erneuerbarer Energie für die eigenen Server vor Ort. Die Bewertung und Steuerung der Klimaauswirkungen von Cloud-Computing wird daher im kommenden Jahr ein zentrales Thema sein.

Gleichzeitig werden im Alltag weiterhin Maßnahmen ergriffen, um Emissionen zu reduzieren – etwa durch bewusstere Pendelentscheidungen, besseres Abfallmanagement im Büro und Initiativen wie die „Bike to Work“-Challenge. Viele kleine Schritte, die gemeinsam eine spürbare Wirkung entfalten.

Transparenz als Standard

Die vollständigen Kompensationszertifikate für 2025 sowie für alle Vorjahre sind auf der Seite zur meteoblue Klimaschutzstrategie einsehbar. Dort wird das gesamte Portfolio der CO₂-Projekte mit Angaben zu Standards, Volumen und Partnerorganisationen transparent dokumentiert.

Wetterdaten sind im Kern ein Werkzeug, um eine sich wandelnde Welt besser zu verstehen. Ein verantwortungsvoller Umgang damit beginnt bei uns selbst.

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