Mit 20 geht es erst richtig los: der meteoblue Weather & Climate Summit

Veröffentlicht am von Oleksandra (meteoblue)

Wettervorhersagen haben sich vom allabendlichen Wetterbericht im Fernsehen zu einer zentralen Grundlage für operative Entscheidungen entwickelt. Der meteoblue Weather & Climate Summit, der diesen Oktober in Basel stattfindet, beleuchtet, wie die Wettervorhersage diese Bedeutung erlangt hat – und wohin sich die Branche künftig entwickelt.

Als meteoblue 2006 als Spin-off der Universität Basel gegründet wurde, stand die Smartphone-Revolution noch bevor, Cloud Computing war kaum mehr als eine technische Kuriosität, und wer wissen wollte, wie das Wetter wird, wartete meist darauf, dass es jemand im Fernsehen verkündete. Wetterdaten gab es zwar in Hülle und Fülle, doch sie wurden nur langsam bereitgestellt, hatten eine geringe räumliche Auflösung und wurden von Menschen genutzt – nicht von Maschinen.

Heute hat sich fast alles daran verändert. Vorhersagen werden mittlerweile hochaufgelöst über APIs bereitgestellt und mehrmals täglich aktualisiert. Jahrzehntelange Datenarchive lassen sich innerhalb von Sekunden abfragen, und die Kombination zahlreicher Modelle zu einer einzigen optimierten Vorhersage – wie beim meteoblue Learning MultiModel (mLM) – ist inzwischen gängige Praxis, um die Vorhersagegenauigkeit zu verbessern.

Auch der Bedarf hat sich grundlegend gewandelt. Vor zwanzig Jahren waren Klimarisiken vor allem Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Heute sind sie Bestandteil der Finanzberichterstattung, fließen in die Infrastrukturplanung ein oder veranlassen Bahningenieure dazu, Schienentemperaturen für die kommenden Jahrzehnte zu modellieren. Wetter- und Klimadaten sind nahezu unbemerkt zu geschäftskritischer Infrastruktur geworden – ein beachtlicher Aufstieg für ein Thema, das einst vor allem dem Smalltalk vorbehalten war.

Ein Tag für Rückblick und Ausblick

Anlässlich seines 20-jährigen Bestehens veranstaltet meteoblue am 20. Oktober 2026 den Weather & Climate Summit im memox Basel SBB. Die Geschichte des Unternehmens in den vergangenen zwei Jahrzehnten wird im Laufe des Tages in vier kurzen Etappen erzählt, ergänzt durch verschiedene Sessions, die zeigen, wie weit sich die Branche in dieser Zeit entwickelt hat.

Am Vormittag gibt eine Keynote einen Ausblick darauf, wohin sich Weather & Climate Intelligence entwickelt. Anschließend beleuchtet eine Podiumsdiskussion die Rolle von Wetter- und Klimadaten als geschäftskritische Infrastruktur und geht der Frage nach, was passiert, wenn sich eine Vorhersage, die einer operativen Entscheidung zugrunde liegt, als falsch erweist. Vor dem Mittagessen widmet sich eine wissenschaftliche Session schließlich der grundlegenden Frage: Was macht Wetter- und Klimadaten zu einer verlässlichen Grundlage für Entscheidungen – statt sie lediglich verfügbar zu machen?

Am Nachmittag rückt die Praxis in den Mittelpunkt. Eine anwendungsorientierte Session befasst sich mit dem Weg von der Vorhersage zur Entscheidung: Was passiert in den einzelnen Branchen zwischen der Erstellung einer Vorhersage und der darauf basierenden Entscheidung? In mehreren parallelen Workshops können die Teilnehmenden anschließend selbst aktiv werden – von der Kommunikation von Extremwetterereignissen in einer zunehmend unübersichtlichen Informationslandschaft bis hin zum Aufbau urbaner Klimamessnetze. Eine abschließende Keynote beleuchtet später am Tag die Chancen und Risiken, die sich auf den Wetter- und Klimamärkten abzeichnen, bevor der Summit mit einem Abendempfang ausklingt.

Das Programm lässt bewusst viel Zeit für Kaffeepausen, Mittagessen und den Empfang – denn auf zwei Jahrzehnten erfolgreicher Zusammenarbeit lässt sich bei einer Tasse Kaffee oder einem Aperitif leichter aufbauen als vom Rednerpult aus.

Wie geht es weiter?

Vor zwanzig Jahren hätten wohl nur wenige vorhergesagt, wie weit Wetter- und Klimadaten vom klassischen Wetterbericht in alltägliche Entscheidungsprozesse vordringen würden. Die kommenden zwei Jahrzehnte werden mit großer Wahrscheinlichkeit noch dynamischer und überraschender – mit besseren Modellen, dichteren Beobachtungsnetzen und Fragen, an die heute noch niemand gedacht hat. Kundinnen und Kunden, Partner, lokale Vertriebspartner sowie Vertreterinnen und Vertreter des öffentlichen Sektors für einen Tag in Basel zusammenzubringen, ist ein guter Ausgangspunkt, um gemeinsam herauszufinden, welche Fragen das sein werden.

Kommentare

Veröffentlicht am von stephanhelfer.rbge@&*>#!?=*.co (meteoblue)

...und wie kann man daran online teilnehmen?

Veröffentlicht am von Dorian Hoffmann (meteoblue)

Guten Tag stephanhelfer.rbge,

Über den Link hier im Artikel (https://summit.meteoblue.com) finden Sie weitere Informationen zum Event sowie einen Button ("Online participation") zur Anmeldung.

Schreiben Sie einen Kommentar

Sie benötigen ein Konto bei meteoblue, um Artikel zu kommentieren
Zum Anfang