Basel - Lage und Klima

Allgemeine Informationen über die Stadt

Basel liegt im Nordwesten der Schweiz, an den Grenzen zu Deutschland und Frankreich, am markanten "Knie" des Rheins, der sich hier um 90 Grad nach Norden dreht, um der deutsch-französischen Grenze zu folgen, nachdem er zunächst vom Bodensee entlang der deutsch-schweizerischen Grenze von Osten nach Westen floss. Das Stadtzentrum befindet sich auf einer Höhe von 261m über dem Meeresspiegel. Basel ist die drittbevölkerungsreichste Stadt der Schweiz mit ca. 180,000 Einwohnern. Sie ist auch die Heimat der Firma meteoblue, die stolz darauf ist, ein Beispiel für Basels berühmte Tradition von Erfindungsreichtum und Innovation zu sein. Wenn Sie sich die untenstehende Karte mit Live-Daten genau ansehen, finden Sie die Wetterstation auf dem Dach von meteoblue, unweit der Mittleren Rheinbrücke, der ältesten der acht Rheinbrücken in Basel.

Echtzeitdaten

Bei diesen Messungen handelt es sich um Rohdaten. Temperatur- und Niederschlagsdaten können durch Gebäude und andere Infrastruktur beeinflusst sein. Daten auf dieser Webseite sind © meteoblue.com.

Klima der Stadt

Das Klima in Basel zeichnet sich durch milde Lufttemperaturen und sonniges Wetter mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 11.5˚C aus. Warme und feuchte Luftmassen aus dem Mittelmeerraum gelangen über die Burgundische Pforte zwischen Vogesen und Jura nach Basel. Abgeschirmt durch Gebirgsketten im Süden und Südwesten gibt es in Basel im Vergleich zur Umgebung weniger Niederschläge. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt im Bereich von 840mm, wobei etwa die Hälfte der Menge zwischen Mai und August als konvektiver Niederschlag fällt. Die Wintermonate Dezember bis Februar sind im Vergleich zu anderen Teilen der Schweiz in der Regel durch milde Temperaturen gekennzeichnet. Die nächtlichen Lufttemperaturen fallen nur geringfügig unter den Gefrierpunkt mit durchschnittlich -1.5˚C. In den Wintermonaten können in Basel durchschnittlich vier Schneetage erwartet werden. Mit steigenden Temperaturen steigt die Menge der konvektiven Niederschläge im Sommer, wobei der Mai der nasseste Monat des Jahres ist. In Basel gibt es im Durchschnitt 52 Sommertage (Tmax > 25°C). Die Tageshöchsttemperatur in den Sommermonaten Juni bis August kann bis zu 35°C erreichen. Während Hitzewellen sind in Basel tropische Nächte (Tmin in der Nacht > 20 °C) möglich. Die tägliche Lufttemperaturschwankung ist im Herbst besonders groß, mit warmen Temperaturen zur Mittagszeit und kalten Temperaturen in der Nacht. Im Herbst und Winter hält der Nebel im Rheintal typischerweise länger an als in Basel. Nebel wird in Basel häufig in den frühen Morgenstunden durch den "Möhlin-Jet" aufgelöst, ein lokales südöstliches Windsystem, bei dem die Luft durch die Topographie des Rheintals östlich von Basel kanalisiert wird.

Topographie der Stadt und der Landflächen

Die Stadt Basel liegt im Rheintal und ist umgeben von den Gebirgszügen der französischen Vogesen westlich von Basel, des deutschen Schwarzwaldes im Osten und des Jura im Süden. Die niedrigsten Punkte der Stadt befinden sich entlang des Rheins, während die Bezirke im Süden, wie zum Beispiel "Bruderholz", höher liegen. Der Zoo von Basel bildet eine der grössten Grünflächen im Stadtzentrum. Mit rund 180,000 Einwohnern und einer Fläche von 37 Quadratkilometern ist Basel recht dicht besiedelt. Viele Stadtteile verfügen jedoch über kleine Grünflächen und Gärten. Öffentliche Parkanlagen, wie der Kannenfeldpark im Westen der Stadt und der Schwarzpark im Osten bilden die grössten Grünflächen innerhalb der Stadtgrenzen. Die Bezirke im Süden und Osten Basels sind im Vergleich zum Rest der Stadt weniger dicht besiedelt. Die Stadt weist nur wenige Hochhäuser auf; einige Hochhaussiedlungen befinden sich im Osten sowie in Industriegebieten am Stadtrand. Der Basler Hauptbahnhof mit seinem ausgedehnten Gleisnetz befindet sich im Stadtzentrum. Ein zweiter grosser Bahnhof befindet sich im Norden der Stadt. Neben den Bahnen für den öffentlichen Verkehr durchqueren einige Industriegleise den Südosten der Stadt. Der internationale Flughafen Basel-Mulhouse-Freiburg liegt nordwestlich von Basel auf französischem Gebiet. Kaltluftströme, die durch die Talflanken bei St. Jakob im Osten und den Zoo von Basel im Süden induziert werden, beeinflussen die klimatischen Bedingungen der Stadt.

Lokale Klimazone

Was ist eine lokale Klimazone (Local Climate Zone, LCZ)?

LCZ sind ein Mittel zur Klassifizierung von Oberflächentypen, die das lokale Klima unterschiedlich beeinflussen. 10 LCZ-Typen ("1-10") beschreiben bebaute Gebiete in Bezug auf Gebäudetypen und räumliche Anordnungen, Materialien, menschliche Aktivitäten, Pflanzen, Bodenoberflächeneigenschaften usw. 7 weitere Typen ("A-G") beschreiben die Landbedeckung im Hinblick auf Pflanzenbedeckung und Bodenoberflächeneigenschaften. Eingeführt wurde die Definitionen der LCZ in einer Publikation von Stewart, I.D. und Oke, T.R. 2012. Local Climate Zones for urban temperature studies. Bulletin of the American Meteorological Society, 93: 1879-1900.

Beschreibung der lokalen Klimazone

1. Kompakte Hochhäuser (Compact high-rise):

Die LCZ 1 ist gekennzeichnet durch eine kompakte Mischung aus hohen Gebäuden (mehr als 10 Stockwerke) mit Baumaterialien aus Beton, Stahl, Stein und Glas. Es gibt wenig oder keine Vegetation und die Oberflächen sind meist gepflastert.

2. Kompakte Mittelhäuser (Compact midrise):

Die LCZ 2 ist gekennzeichnet durch eine kompakte Mischung von mittelhohen Gebäuden (3-9 Stockwerke) mit Baumaterialien aus Beton, Stahl, Stein und Glas. Es gibt wenig oder keine Vegetation und die Oberflächen sind meist gepflastert.

3. Kompakte Flachbauten (Compact low-rise):

Die LCZ 3 ist gekennzeichnet durch eine kompakte Mischung von Flachbauten (1-3 Stockwerke) mit Baumaterialien wie Beton, Stahl, Stein und Glas. Es gibt wenig oder keine Vegetation und die Oberflächen sind meist gepflastert.

4. Offene Hochhäuser (Open high-rise):

Die LCZ 4 ist durch eine offene Anordnung hoher Gebäude (mehr als 10 Stockwerke) aus Baustoffen wie Beton, Stahl, Stein und Glas gekennzeichnet. Niedrige Pflanzen und vereinzelte Bäume schaffen eine durchlässige Bodenbedeckung.

5. Offene Mittelhäuser (Open midrise):

Die LCZ 5 ist durch eine offene Anordnung von mittelhohen Gebäuden (3-9 Stockwerke) mit Baustoffen aus Beton, Stahl, Stein und Glas gekennzeichnet. Niedrige Pflanzen und vereinzelte Bäume schaffen eine durchlässige Oberflächenbedeckung.

6. Offene Flachbauten (Open low-rise):

Die LCZ 6 zeichnet sich durch eine offene Anordnung von Flachbauten (1-3 Stockwerke) mit Baustoffen aus Beton, Stahl, Stein und Glas aus. Niedrige Pflanzen und vereinzelte Bäume schaffen eine durchlässige Oberflächenbedeckung.

7. Flachbauten mit Leichtbauweise (Lightweight low-rise):

Die LCZ 7 ist durch eine kompakte Mischung aus eingeschossigen Gebäuden aus leichten Baustoffen wie Holz, Stroh und Wellblech gekennzeichnet. Es gibt wenig oder gar keine Vegetation und die Oberfläche ist überwiegend verdichtet.

8. Grosser Flachbau (Large low-rise):

Die LCZ 8 ist durch eine offene Anordnung grosser Flachbauten (1-3 Stockwerke) aus Baustoffen wie Beton, Stahl, Stein und Metall gekennzeichnet. Es gibt wenig oder keine Vegetation und die Oberfläche ist überwiegend versiegelt.

9. Spärlich bebaut (Sparsely built):

Die LCZ 9 ist durch eine spärliche Anordnung kleiner oder mittlerer Gebäude in einer natürlichen Umgebung gekennzeichnet. Niedrige Pflanzen und vereinzelte Bäume schaffen eine durchlässige Bodenbedeckung.

10. Schwerindustrie (Heavy industry):

Die LCZ 10 ist durch niedrige bis mittelhohe Industriebauten wie Türme, Becken und Schornsteine mit Baustoffen aus Metall, Stahl und Beton gekennzeichnet. Es gibt wenig oder keine Vegetation, und die Oberfläche ist meist versiegelt oder verdichtet.

A. Dichte Baumbestände (Dense trees):

Die LCZ A ist durch Laub- und/oder immergrüne Bäume gekennzeichnet. Es handelt sich um eine stark bewaldete Landschaft, und die Landbedeckung ist grösstenteils durchlässig. Natürlicher Wald, Baumschulen oder städtische Parks gehören zu dieser Zone.

B. Vereinzelte Bäume (Scattered trees):

Die LCZ B ist durch Laub- und/oder immergrüne Bäume gekennzeichnet. Es handelt sich um eine leicht bewaldete Landschaft, und die Landbedeckung ist grösstenteils durchlässig. Natürlicher Wald, Baumschulen oder Stadtparks gehören zu dieser Zone.

C. Busch, Gestrüpp (Bush, scrub):

Die LCZ C ist durch eine offene Anordnung von Büschen, Sträuchern und kurzen, verholzten Bäumen gekennzeichnet. Die Landbedeckung ist meist durchlässig mit kahlem Boden oder Sand. Natürliches Buschland oder landwirtschaftliche Flächen gehören zu dieser Zone.

D. Niedrige Pflanzen (Low plants):

Die LCZ D ist durch eine karge Landschaft mit Gras- oder Krautpflanzen oder Nutzpflanzen gekennzeichnet. Es gibt wenig oder keine Bäume. Natürliches Grasland, Landwirtschaft oder städtischer Park gehören zu dieser Zone.

E. Nacktes Gestein oder Pflaster (Bare rock or paved):

Die LCZ E ist durch eine karge Landschaft aus Gestein oder Pflaster gekennzeichnet. Es gibt wenig oder keine Vegetation. Natürliche Wüste (Fels) oder städtische Verkehrswege gehören zu dieser Zone.

F. Vegetationsloser Boden oder Sand (Bare soil or sand):

Die LCZ F ist durch eine karge Landschaft aus Erde oder Sand gekennzeichnet. Es gibt oft wenig oder keine Vegetation. Natürliche Wüste (Fels) oder landwirtschaftliche Flächen gehören zu dieser Zone.

G. Wasser (Water):

Die LCZ G ist durch grosse, offene Gewässer wie Meere und Seen oder kleine Gewässer wie Flüsse, Stauseen und Lagunen gekennzeichnet.

Meteorologische Diagramme

5-Tage Meteogramm

Unser 5-Tage-Meteogramm für Basel bietet alle Wetterinformationen in 3 einfachen Grafiken:

  • Temperaturverlauf mit Wetter-Piktogrammen. Die Zeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang ist in gelb eingezeichnet.
  • Wolken in verschiedenen Höhenschichten: wenige Wolken (hellgrau) bis dichte Wolken (dunkelgrau). Dunkle blauen Balken zeigen den stündlichen Niederschlag, hellblaue Schauer. Ein Sternchen bedeutet Schneefall.
  • Windgeschwindigkeiten sind hellblau und Windböen in türkis angezeigt. Die Pfeilspitzen zeigen in die gleiche Richtung wie der Wind.
meteoblue

Historische Wetterinformationen

Tropennächte, Sommer- und Hitzetage sind gute Indikatoren zur Klassifizierung von Hitze und möglichem Hitzestress im Sommer:

  • Sommertag (orange): Sommertage werden als Tage mit einer maximalen täglichen Lufttemperatur von mehr als 25 Grad definiert. Sommertage können vor allem bei älteren und kranken Menschen zu Hitzestress führen.
  • Hitzetag (rot): Hitzetage werden als Tage mit einer maximalen täglichen Lufttemperatur von mehr als 30 Grad definiert. Hitzetage können bei den meisten Menschen starken Hitzestress verursachen.
  • Tropennacht (blau): Tropennächte werden als Nächte (von 18.00 Uhr bis 6.00 Uhr) klassifiziert, in denen die minimale Lufttemperatur nicht unter 20 Grad sinkt. Tropische Nächte können aufgrund unzureichender nächtlicher Erholung starken Hitzestress verursachen.

Sie möchten Projektpartner werden?
Wir können auch ein Stadtklimasystem für Ihre Stadt einrichten!

Kontaktieren Sie info@meteoblue.com für weitere Informationen.